DMS 2018: Stark gekämpft- zwei knappe Entscheidungen

An den vergangenen Wochenenden fanden die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen statt. Mit dabei die Damen- und Herrenmannschaften des SK Kaiserslautern.

Ist Schwimmen sonst bei den Wettkämpfen eher ein Einzelsport, so kommt es bei dieser Veranstaltung auf die Gesamtleistung der Mannschaft an. Gestartet wird über 50m Freistil, alle 100m Strecken, 200m und 400m Lagen sowie die 400m und 800m bzw 1500m Freistil. All diese Strecken werden von den Mannschaften doppelt besetzt und nacheinander geschwommen. Entsprechend der schwimmerischen Leistungen werden anschließend Punkte vergeben, die addiert werden und eine Rangliste ergeben. Wie im Fußball auch können die punktbesten Mannschaften in die höhere Liga aufsteigen bzw. in die darunterliegende Liga absteigen.

 

Vor einer Woche starteten die Damen in Bad Bergzabern in der Verbandsliga SWSV. Trotz vieler persönlicher Bestzeiten konnten sie sich auf dem vorletzten Platz halten und versuchten, den Abstand zu ihren Verfolgerinnen zu vergrößern. Dies gelang ihnen auch sehr gut, Lea Korn konnte sich über eine gute Zeit bei den 400m Freistil freuen (5:04,4min), Lotta Eschbach schwamm super Zeiten auf den Rückenstrecken und Sophia Horbach setzte auf ihren Freistilstrecken starke Akzente. Die Damen mussten zudem den Ausfall von Franziska Kleber kompensieren, die an diesem Wochenende verhindert war und auf ihren Paradestrecken fehlte. Kurz vor Ende der Veranstaltung hatten die Lautrer Mädels einen guten Vorsprung erschwommen und freuten sich auf den Verbleib in der Verbandsliga. Bei den 400m Lagen musste die Schwimmerin aus Kaiserslautern jedoch leider aufgeben und war auch nicht in der Lage, diese Strecke „nachzuholen“. Das Regelwerk sieht in so einem Fall vor, dass diese Strecke mit 0 Punkten gewertet wird. Gespannt wurde auf das Protokoll gewartet: hatte der Vorsprung gereicht? Leider nein, am Ende fehlten den Damen 11 Punkte auf den vorletzten Rang. Nach einer kurzen Niedergeschlagenheit stellte sich jedoch zur Freude aller raus: eine Sonderregelung dieser Liga besagt, dass die letztplatzierten nur absteigen, wenn die erstplatzierten aus der Liga darunter mehr Punkte erreicht haben. Mit einem Abstand von rund 200 Punkten lagen die Damen aus Kaiserslautern somit vorne und sie können in der kommenden Saison weiterhin in der Verbandsliga antreten.

 

Und dort werden sie in der kommenden Saison auch zusammen mit der Herrenmannschaft des SK Kaiserslautern starten: krankheitsbedingt geschwächt starteten sie an diesem Wochenende in Worms in der Landesliga. Das klare Ziel: Klassenerhalt. Die Herren gaben ihr Bestes, viele gute Zeiten wurden geschwommen. Slawa Koltschin konnte sich über super Zeiten auf seinen Bruststrecken freuen (100m: 1:13,4Min, 200m: 2:40,9Min), Chris Ziehmer lies die Konkurrenz in einem spitzen Rennen über die 1500m Freistil (17:25,9Min) weit hinter sich, Gerald Kothe setzte bei den Freistilstrecken Akzente (100m:56,53sec, 200m: 2:04,9min), Leon Wilke knackte auf den 1500m Freistil die 18-Minuten (17:56,9Min) und Maximilian Kaiser war auf den 50m und 100m Freistil rasend schnell (25,5sec; 56,5sec). Aber all diese super Zeiten halfen den Herren am Ende der Veranstaltung nicht: mit einem Rückstand von 90 Punkten mussten sie sich der Konkurrenz geschlagen geben und werden so als letztplatzierte Mannschaft aus der Landesliga absteigen.

Auch wenn die Platzierungen bei den Damen und den Herren sehr knapp waren und ein Abstieg ansteht, so sind die Leistungen der Schwimmerinnen und Schwimmer keineswegs zu kritisieren. Die Ausfälle von Schwimmern mussten kompensiert werden, Schwimmstrecken mussten ersatzweise besetzt werden und somit konnten beide Mannschaften nicht in ihrer Idealstellung starten. Dies nimmt auch Cheftrainer Mirko Obradovic zur Kenntnis: „Ich bin zufrieden mit der Leistungen meiner beiden Mannschaften. Im Rahme ihrer Möglichkeiten haben sie alles gegeben und stark gekämpft. Leider hat es bei den Herren am Ende nicht mehr gereicht. Heißt für uns: nächstes Jahr wird der Aufstieg in Angriff genommen.“ Vor Ostern stehen noch die Rheinland-Pfalz-Meisterschaften in Neustadt/Weinstraße an, hier heißt es DMS abhaken, neue Anforderungen in den Fokus nehmen. In den Osterferien werden die Schwimmerinnen und Schwimmer des SK Kaiserslautern ein 8-tägiges Trainingslager in Vittel/Frankreich absolvieren, neben zwei Wassereinheiten täglich wird auch Krafttraining auf dem Trainingsplan stehen.

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