Aufstieg in die Landesliga für die Damenmannschaft

Am Sonntag, den 10.02.2019 fanden die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften im Schwimmen (DMS) in Bad-Bergzabern statt. Der einige Wettkampf, an dem die Schwimmerinnen und Schwimmer als Team auftreten und gemeinsam mit jeden Start Punkte sammeln. Und dabei heißt es noch taktisch vorgehen denn jeder Aktive darf nur viermal starten und es sind insgesamt 26 Starts von 50 bis 1500 Meter zu besetzen. Und die Taktik ging bei den Damen voll auf: lagen sie zwischenzeitlich immer wieder an Platz zwei mit nur wenigen Punkten Abstand, so siegten sie am Ende mit 11511 Punkten vor den Damen aus Neustadt/Weinstraße. Somit sind die Damen in die Verbandsliga aufgestiegen und werden sich in der kommenden Saison gegen neue Gegner behaupten müssen.

Direkt zu Beginn in die Veranstaltung startete Annika Zimmerer (04) über 200m Freistil mit einer klasse Zeit von 2:15,3 Minuten und brachte die Damenmannschaft direkt in Führung. Auch bei ihren weiteren Starts schwamm sie klasse Leistungen (100m Freistil in 1:00,6 Minuten; 50m Freistil in 27,2 Sekunden und 100m Rücken in 1:07,8 Minuten). Die harten Trainingseinheiten seit Januar zahlten sich bei vielen Aktiven aus KL aus aber auch die lauthalse Unterstützung am Beckenrand sorgte für viele neue Bestzeiten. Lotta Eschbach startete in ihre Favoritenlage Rücken über 200m Rücken und konnte eine starke neue Bestzeit von 2:36,4 Minuten für sich verbuchen, auch die 800m Freistil schwamm sie sehr gleichmäßig in 10:52,6 Minuten. Für tendenziell lange Strecken war auch Linnea Krummenauer zuständig, über 400m Freistil schwamm sie eine Zeit von 5:15,6Min und 200m Freistil in 2:26,8Min. Oft  gequält hatte sich Lea Korn im Training und war Meter um Meter Schmetterling geschwommen in dem Wissen, bei guten Leistungen viele wichtige Punkte an diesem Wochenende für ihr Team zu sammeln und sie lieferte ab: 200m in 2:42,3 Minuten und 100m 1:11,6 Minuten sind Zeiten, auf die sie selbst besonders stolz ist. Innerhalb eines dreiviertel Jahres konnte sie sich auf 100m Schmetterling um vier Sekunden steigern, was bei solch einer kurzen Strecke eine große Leistung ist. Nicht ganz zufrieden mit sich selbst und ihren Zeiten war Franziska Kleber, die jedoch mit ihren vier Starts und trotzdem guten Zeiten viele wichtige Punkte für das Team sammelte (200m Lagen in 2:36,6Min, 100m Rücken in 1:09,9Min, 200m Rücken in 2:32,7Min, 200m Schmetterling in 2:40,0Min). Aber gerade sie war es, die im Vorfeld sich viel für das Team ausgedacht und organisiert hat: sie organisierte in kurzer Zeit zwei Sponsoren, die die Kosten für ein Mannschafts-T-Shirt trugen (Dank an Kleber-Druck und Ker-Ker-Druck) und brachte Bast-Röckchen für das Mädchen-Team mit, die somit ein Blickfang in der Halle waren.

Wiebke Ruppert war an diesem Sonntag für die langen Strecken zuständig, bedeutet: 400 und 800m Freistil. Gerade bei solch langen Strecken ist es wichtig, nicht zu schnell anzugehen, sein eigenes Tempo zu finden und dies relativ gleichmäßig durchzuschwimmen. Und dies gelingt Wiebke immer besser (400m: 5:08,5 min; 800m:10:46,6 Min) und auch sie sammelte weiter Punkte für die Gesamtwertung.

Spricht man von gleichmäßigem Schwimmen und Aktiven, die eine 100m Durchschnittszeit exakt schwimmen um ihre persönliche Bestzeit zu erreichen, dann muss der Name Léon Wilke fallen. Als habe er eine Uhr unter Wasser schwimmt Léon die 1500m Freistil mit einer 100m Zeit von 1:13,5 Minuten und weicht von diesem Wert um nur wenige Hundertstel ab. Optisch unterstützt von seinem Trainer Mirko Obradovic, der mit einem roten Handtuch bestückt am Beckenrand steht und durch die Höhe des Handtuches Léon zu verstehen gibt, ob dieser die passende Durchgangszeit schwimmt. So schlug er mit großem Abstand zur Konkurrenz nach 18:14,6 Minuten an die Wand. Auch bei seinem Start über 200m Rücken schwamm er in 2:20,6 Minuten zu einer neuen Bestzeit. Gerald Kothe konnte es erst nicht glauben, welche Zeit er über 100m Freistil geschwommen war, er musste die Kampfrichterin mehrmals fragen. Nach 54,9 Sekunden schlug er als schnellster Schwimmer bei den Herren an die Wand und sammelte fleißig Punkte. Leider reichte es bei den Herren nicht ganz für den angestrebten Aufstieg, krankheitsbedingt etwas geschwächt mussten sie sich der Herrenmannschaft aus Bad Bergzabern mit 10927 Punkten und einem Rückstand von 693 Punkten geschlagen gegeben. Neu im Team des KSK ist Philipp Osadsky, ein US-Amerikaner, der das Team gerade auf den Bruststrecken mit klasse Zeiten unterstütze: auf 100m 1:15,4 Minuten und über 200m 2:40,9 Minuten.

Die Tücken der Baustellen im lautrer Umland und die damit einhergehenden Umleitungen wurden Slawa Koltschin fast zum Verhängnis, kurz vor Beginn des Wettkampfes erreichte er noch das Schwimmbad und konnte seinen Start zu Beginn der Veranstaltung wahrnehmen. Aufgeputscht durch das Adrenalin konnte er zu einer neuen persönlichen Bestzeit in 1:12,4 Minuten über 100m Brust schwimmen. Cheftrainer Mirko Obradovic zeigte sich erleichtert: bei einem Ausfall wäre er ins Wasser gegangen.

Maximilian Kaiser lieferte sicher auf all seinen Strecken gute Zeiten, ob Schmetterling (100m in 1:03,0 Min) oder Rücken (100m in 1:02,0 Min) oder Lagen (200m in 2:20,7 Min) und ließ das Punktekonto der Männer kräftig anwachsen. Der älteste Schwimmer aus Reihen der Lautrer war Johannes Diehl mit vier Starts, wobei er über 200m Schmetterling eine neue Bestzeit schwamm (2:31,0 Minuten), über 200m Freistil (2:12,6Min), 100m Schmetterling (1:06,9Min) und 50m Freistil (26,9 Sek) zeigte er gute Leistungen. Die beiden jüngsten Teilnehmer aus Reihen des KSK waren Nicklas Birich und Dennis Wunder und gleichzeitig starteten sie das erste mal bei den DMS und konnten auf ihren Strecken wertvolle Erfahrungen sammeln und sich auf Unterstützung durch das gesamte Team verlassen.

Rundum zufrieden zeigte sich Cheftrainer Mirko Obradovic: „Beide Teams haben klasse Leistungen gezeigt und es gab viele neue persönliche Bestzeiten. Der Aufstieg der Damen freut mich sehr, leider hat es bei den Herren nicht gereicht.“ Besonders positiv war die Stimmung im lautrer Team, immer standen Aktive mit ihren Trainerinnen und Trainern am Beckenrand und feuerten ihre Kameradinnen und Kameraden an. In der kommenden Saison werden die Damen und Herren leider in getrennten Veranstaltungen bei den DMS antreten.

Einladung zur Mitgliederversammlung
Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen der Masters 2018